Glasfaserausbau

Ihr Haushalt ist nicht förderfähig?

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© Amt Hagenow-Land

In vielen Gemeinden unseres Amtes befindet sich der bevorstehende Glasfaserausbau gerade in der sog. Planungsphase. Während dieses Zeitraumes haben die Bürger die Möglichkeit, sich einen entsprechenden Glasfaseranschluss kostenfrei zu sichern. In diesem Zusammenhang erreichen uns aus der Bevölkerung verstärkt Nachfragen aus denen Unklarheiten hinsichtlich der Förderfähigkeit solcher Breitbandanschlüsse hervorgehen.

Im Rahmen des bundeseinheitlichen Förderprogramms können nur diejenigen Haushalte mit einem modernen Breitbandanschluss ausgestattet werden, die sich in sog. „weißen Flecken“ befinden. Das sind Gebiete in denen die jeweiligen Anschlussbandbreiten für das Internet unterhalb von 30 Mbit/s liegen. So kann es durchaus sein, dass ein Teil der Gemeinde vom Glasfaserausbau profitiert während der andere Teil nicht berücksichtigt wird, weil hier bereits höhere Bandbreiten möglich sind.

Haben Sie vom ausbauenden Unternehmen (Wemag AG) bisher keine Antragsunterlagen erhalten, sind als Anschlussinhaber aber der Meinung, dass Ihr Internetanschluss ebenfalls weniger 30 Mbit/s leistet? Dann kann Ihr Haushalt u.U. doch noch berücksichtigt werden. Allerdings müssen Sie in diesem Falle eine „Unterversorgung“ nachweisen.

Voraussetzung zur Nachweisführung sind "sauber" protokollierte Messungen (mindestens 20 Messungen zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Tagen) die belegen, dass Ihr Anschluss derzeit nicht mit 30 MBit/s versorgt werden kann. Sollte diese Messung ergeben, dass Ihr Anschluss tatsächlich weniger als 30 MBit/s bereitstellt, müssen Sie Ihren Anbieter zunächst um Nachbesserung bitten und ihm hierfür eine angemessene Frist setzen (4 Wochen). Diese muss dann reagieren und sollte der Anbieter Ihnen dann mitteilen, dass er technisch keine höhere Bandbreite bereitstellen kann, dann wenden Sie sich mit eben dieser Mitteilung an den Landkreis (breitbandausbau@kreis-lup.de).

Nutzen Sie hierzu ausschließlich den Service unter www.breitbandmessung.de oder die ebenfalls hier erhältliche Desktop-App. Ferner ist zu berücksichtigen, dass immer die unmittelbar am Anschluss anliegende Bandbreite ausschlaggebend ist. Beeinträchtigungen der Datenübertragung zwischen DSL-Router/-Modem und dem messenden Computer (z.B. via WLAN) spielen für die Beurteilung der Anschlussbandbreite natürlich keine Rolle.

Übrigens: Ein Rechtsanspruch ergibt sich hieraus freilich nicht.

Pressemitteilung WEMAG AG

Symbolischer Spatenstich für Windpark Hoort

Spatenstich Hoort_Foto WEMAG
© Foto WEMAG

Hoort, 8. November 2018. In Anwesenheit von Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, erfolgte heute der symbolische Spatenstich für den Bau des Windpark-Clusters „Hoort“. Mit 57,6 MW installierter Nennleistung wird es das größte im Bau befindliche Windfeld in Mecklenburg-Vorpommern sein.

Der Windpark „Hoort“ wird von drei Projektpartnern getragen, - dem Windparkentwickler LOSCON GmbH, der Gemeinde Hoort und der mea Energieagentur Mecklenburg-Vorpommern GmbH (mea), einer 100-prozentigen Tochter des kommunalen Energieversorgers WEMAG AG.

Die 16 Anlagen, vom Typ N117/3600, liefert die Nordex Group.

Das neue Windparkprojekt südlich von Schwerin steht dabei ganz im Zeichen der landespolitisch gewollten Bürgerbeteiligung und lokalen Wertschöpfung.

Der Gemeinde Hoort war es wichtig, dass ihre Bürger von der Entstehung eines Windparks profitieren. Das Modell der Kommunal- und Bürgerbeteiligung der Beeskower Firma LOSCON greift dies auf und teilt das Gesamtprojekt in drei separate Windparks. Einer der drei Parks gehört der Gemeinde, ihren Bürgern, ortsansässigen Firmen, Grundstückseigentümern sowie unmittelbaren Nachbargemeinden.

Die mea wird das Verfahren der Kommunal- und Bürgerbeteiligung umsetzen, energiewirtschaftliches Know-how beisteuern und den zweiten Teil des Windparks betreiben. Die LOSCON GmbH behält den dritten Teil des Windparks.

Nordex wird die Anlagen in seinem Rostocker Werk fertigen. Außerdem wird der Hersteller nahe am Standort einen Service-Point für die Wartung des Windparks einrichten.

Mit 117 Metern Rotordurchmesser und einer Nabenhöhe von 141 Metern werden die sechzehn Anlagen in „Hoort“ pro Jahr ca. 150.000 Megawattstunden saubere Energie produzieren.

Am heutigen Spatenstich nahmen teil: Der Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern Christian Pegel, der Stellv. Landrat Günter Matschoß, die Bürgermeisterin, Iris Feldmann sowie Vertreter der LOSCON GmbH, der mea Energieagentur Mecklenburg–Vorpommern GmbH, der Nordex Energy GmbH sowie weitere Gäste.

Statement EM Pegel

„Die Windenergie leistet einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende. Hinzu kommt, dass sich die Branche in Mecklenburg-Vorpommern zu einem wichtigen Wirtschaftszweig mit tausenden gut bezahlten Jobs für qualifizierte Fachkräfte entwickelt hat. Die Betreiber des Windparks Hoort stellen zudem unter Beweis, dass die Errichtung von Windenergieanlagen durchaus mit Rückenwind der betroffenen und räumlich angrenzenden Gemeinde sowie der Bürgerinnen und Bürger vonstattengehen kann: Mit attraktiven Beteiligungsmöglichkeiten profitieren sie nicht nur vom sauberen Strom, sondern auch finanziell.” (Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung)

Statement Landkreis Ludwigslust-Parchim

„Was hier in Hoort geplant ist, ist zukunftsweisend: Erstmals wird die im Landesgesetz verankerte Möglichkeit der Gemeinde- und Bürgerbeteiligung an einem Windkraftvorhaben in der Praxis umgesetzt. Ich sehe darin die Chance, Windkraft als unverzichtbare erneuerbare Energie zur Stromproduktion sinnvoll und akzeptiert einzusetzen und weiter auszubauen. Und ich verbinde damit die Hoffnung, dass die Menschen in unserer Region unmittelbar davon profitieren können.“ (Günter Matschoß, Beigeordneter und 2. Stellvertreter des Landrates)

Statement Gemeinde Hoort

„Der Klimawandel ist eine Tatsache genau wie der Bedarf an Energie. Wir sind sehr froh, dass wir dafür nun auch mit Öko-Strom erzeugen und unsere Gemeinde Hoort und damit auch alle ortsansässigen Bürger erstmalig in der Region tatsächlich reelle finanzielle Nutznießer von einem Windpark sind. Bis zum heutigen Zeitpunkt gibt es eine vertrauens- und respektvolle Zusammenarbeit zwischen LOSCON, Gemeinde und mea. So soll es auch zukünftig bleiben!“ (Iris Feldmann, Bürgermeisterin Hoort)

Statement LOSCON

„Wir freuen uns, dass wir die Vorgaben des Bürgerbeteiligungsgesetzes Mecklenburg-Vorpommerns nicht nur einhalten, sondern sogar übertreffen konnten. Damit ist es uns gelungen, den Ausbau erneuerbarer Energien und kommunale Akzeptanz zu vereinen.“ (Herr Heinz Lassowsky – Geschäftsführer der LOSCON)

Statement mea

„Mit dem Windpark Hoort II haben wir einmal mehr die Gelegenheit die mea Energieagentur als zuverlässige Partnerin in Sachen Planung, Bau und Betrieb von Erneuerbare-Energie-Anlagen und für die Durchführung der Kommunalbeteiligung zu präsentieren. Als Tochter des regionalen Ökostromanbieters WEMAG arbeiten wir stets eng mit den Gemeinden zusammen. Die Energiewende ist eine große Herausforderung, die wir alle nur gemeinsam meistern können.“ (Wolfgang Höffken, Geschäftsführer der mea)

Statement Nordex,

„Der Windpark Hoort ist ein gelungenes Beispiel wie wirtschaftlich und regional Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt werden kann. Er ist ein Leuchtturm für Mecklenburg-Vorpommern, für die Energiewende im Lande, für die regionale Akzeptanz und die kommunale Beteiligung. Wir freuen uns sehr dieses Projekt mit zu gestalten. (Günter Steininger, Sales DACH, Nordex Energy GmbH)

Bildtext:

LOSCON im Profil

Die LOSCON-Unternehmensgruppe entwickelt, errichtet und betreibt Anlagen zur Erzeugung von Erneuerbarer Energie. Seit der Gründung 1998 wurden in Deutschland und Frankreich sowohl eigenständig als auch in Kooperationen schwerpunktmäßig Windenergieprojekte erfolgreich realisiert. Der Firmensitz ist in Beeskow, Land Brandenburg.

Aktuell hat LOSCON in Deutschland und zusammen mit dem Tochterunternehmen VDN in Frankreich, Projekte mit einem Volumen von ca. 300 MW genehmigt bzw. in fortgeschrittener Planung. 

mea im Profil

Die mea Energieagentur Mecklenburg-Vorpommern GmbH ist eine 100-prozentige Tochter der Schweriner WEMAG. Sie nimmt Aufgaben der Wasserversorgung in Brüel wahr. Daneben bietet die mea Leistungen zur Planung und Betriebsführung im Bereich der Energieversorgung an. Sie besitzt und betreibt Anlagen zur Wärmeerzeugung und zur regenerativen Stromerzeugung in Mecklenburg-Vorpommern.

Die mea ist beteiligt an der Erdwärme Neustadt-Glewe GmbH, der Brüeler Abwasserentsorgungsgesellschaft mbH und der Bützower Wärme GmbH, der SEG Solarprojekt-Entwicklungsgesellschaft mbH und der Thüga Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG.

Die Nordex Group im Profil

Die Gruppe hat mehr als 23 GW Windenergieleistung in über 25 Märkten installiert und erzielte im Jahr 2017 einen Umsatz von knapp 3,1 Mrd. EUR. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 5.000 Mitarbeiter. Zum Fertigungsverbund gehören Werke in Deutschland, Spanien, Brasilien, den USA und in Indien. Das Produktprogramm konzentriert sich auf Onshore-Turbinen der 1,5- bis 4,8-MW-Klasse, die auf die Marktanforderungen von Ländern mit begrenzten Ausbauflächen und Regionen mit begrenzten Netzkapazitäten ausgelegt sind.

Ansprechpartnerin WEMAG/mea:

Dr. Diana Kuhrau

Pressesprecherin der WEMAG Unternehmensgruppe
Leitung Unternehmenskommunikation und Marketing

Tel.: +49 385 755-2289

Mobil: +49170921-2289
presse@wemag.com

Ansprechpartner Loscon:

Ulrich Junghanns

Mobil: +49172 3212290

Breitband in unserem Amt

Wie ist der Sachstand?

Netzausbau mit Glasfaser
© CC0 Creative Commons

Während der Startschuß für den Breitbandausbau in einigen Gebieten unseres Landkreises bereits erfolgte (z.B. in den Regionen Zarrentin, Wittenburg und Stralendorf), müssen sich die Gemeinden im Amt Hagenow-Land noch etwas gedulden. Dies liegt jedoch nicht daran, dass unsere Gemeinden zu langsam waren oder sich die o.g. Regionen intensiver um die Fördermittel beworben hätten.

 

Die insgesamt mehr als 4 Mrd. Euro Fördermittel, die der Bund für den Ausbau des Breitbandnetzes bereitgestellt hat, werden in mehreren Antragsrunden (sog. Calls) an die Städte, Landkreise und Kommunen "verteilt". Der erste Call erfolgte bereits sehr früh nach Auflage des Förderprogramms im Herbst 2016 - zu früh für viele Kommunen, da es zu diesem Zeitpunkt noch gar keine klaren Richtlinien für einen entsprechenden Förderantrag gab.

 

Daher konzentrierten sich das Land und die Landkreise zunächst auf die Bildung von Pilotprojekten, für die dann über den 1. Call die ersten Fördermittelanträge gestellt wurden.

 

Die Gemeinden unseres Amtes sind Projektgebieten (sog. Cluster) zugeordnet, die im Rahmen des 2. Calls am Förderprogramm teilnehmen. Mittlerweise liegen die vorläufigen Fördermittelzusagen vor und in der jetzigen Phase geht es darum, über aufwändige Teilnahmewettbewerbe und Ausschreibungsverfahren diejenigen Telekommunikationsunternehmen zu finden, die letztlich den Zuschlag für den Breitbandausbau in den Gemeinden erhalten.

 

Der Teilnahmewettbewerb ist abgeschlossen und für alle Projektgebiete gibt es mehrere Unternehmen, die an der Auschreibung teilnehmen wollen. Diese Ausschreibung dauert derzeit noch an. Sobald alle Angebote ausgewertet und ein Zuschlag erteilt wurde, werden wir an dieser Stelle über den weiteren Verlauf berichten. Dies wird sicher erst in den ersten Wochen des kommenden Jahres möglich sein.

Wie der Startschuss dann für unserer Gemeinden aussehen kann, zeigt ein Bericht von TV Schwerin: hier geht`s zum Video

 

Der Landkreis informiert

Wichtiger Schritt zum schnellen Internet

2017-11-06 Breitband-Unterzeichnung
Bei der Unterzeichnung der Zuwendungsverträge für den Breitbandausbau in drei Projektgebieten im Landkreis Ludwigslust-Parchim © Landkreis Ludwigslust-Parchim
Minister übergibt endgültige Förderbescheide, Landrat unterzeichnet Zuwendungsverträge mit WEMACOM Breitband GmbH

In den ersten drei Projektgebieten im Landkreis Ludwigslust-Parchim kann der geförderte Breitbandausbau für schnelles Internet beginnen. Landrat Rolf Christiansen sowie die Geschäftsführer der WEMACOM Breitband GmbH, Horst Richter und Torsten Speth, unterzeichneten heute (06.11.2017) in Parchim die Zuwendungsverträge. Direkt vor Unterzeichnung überreichte Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung, die endgültigen Förderbescheide des Landes.

Der Landkreis Ludwigslust-Parchim hatte bereits 2016 vorläufige Förderbescheide des Bundes und des Landes erhalten. Umfangreiche Nacharbeiten im Antragsverfahren und europaweite Ausschreibungen waren seither notwendig, um gemäß den Förderbedingungen des Bundes einem Telekommunikationsunternehmen den Zuschlag erteilen zu können. Dafür waren unter anderem die Zustimmung der Bundesnetzagentur und des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie dessen endgültige Förderbescheide erforderlich.

 

Machen auch Sie mit:

App zur Funkloch-Erfassung

Mobilfunkmast
© Pixabay

Auch in unserem Landkreis läuft aktuell eine großangelegte Aktion zur Erfassung der noch vorhandenen Löcher in der Mobilfunkversorgung. Die Identifizierung dieser Funklöcher ist gerade für uns als Flächenland und vor dem Hintergrund des Ausbaus mit dem neuen 5G-Mobilfunk enorm wichtig. Schließlich sollen die Mobilfunkanbieter - so wünscht sich das auch unsere Landeregierung - gerade die ländlichen Regionen zuerst versorgen.

Es ist davon auszugehen, dass die Anbieter die neue 5G-Technik zunächst nur auf die vorhandene Infrastruktur (also die Funkmasten) ausrollt. Und genau hier setzt die Aktion an: Es gibt offensichtlich zu wenige Masten hier in MV. Daher würden die entsprechend vorhandenen Funklöcher auch nach dem 5G-Ausbau Funklöcher bleiben.

Also helfen Sie bitte mit, diese Funklöcher zu identifizieren! Hierfür steht Ihnen eine speziell hierfür entwickelte App für Ihr Smartphone zuu verfügung. Sie finden die kostenlose und werbefreie App unter:

https://breitbandmessung.de/mobil-testen

Machen Sie diese Aktion auch unter Ihren Freunden, Kollegen und Verwandten bekannt.

Vielen Dank!

Werbeaktion der Wemag AG

Glasfaserausbau im Amt: Hintergründe

Netzausbau mit Glasfaser
© CC0 Creative Commons

Die Zahl der Anrufe im Amt Hagenow-Land und auch die Anfragen an manche Bürgermeister nahmen in den letzten Wochen stark zu. Grund hierfür: Viele Haushalte in den Gemeinden des Amtes erhielten kürzlich Post von der WEMAG AG aus Schwerin. Darin kündigt die WEMAG die bevorstehende Errichtung eines flächendeckenden Glasfasernetzes in unserer Region an. Auch enthalten und damit Grund der vielen Anfragen: Antragsformulare bzw. Vertragsunterlagen.

Wenngleich das erwähnte Informationspaket der WEMAG bereits viele Fragen beantwortet – bei den Bürgern bleiben noch Fragen offen oder gar Unsicherheit zurück.

In Bresegard fand kürzlich die erste Informationsveranstaltung zum Glasfaserausbau statt und diese zeigte auf, welche Unsicherheiten bestehen und welche Fragen die Einwohner bewegen.

Wir möchten an dieser Stelle etwas Licht ins Dunkel bringen.

Zunächst soll nicht unerwähnt bleiben, dass der bevorstehende großflächige Ausbau mit hochmoderner Glasfasertechnik ein wichtiger Meilenstein für die Gemeinden unseres Amtes bedeutet. Anders als bei allen bisherigen Netz-Technologien bekommen in den nächsten 3 Jahren ca. 55% aller Haushalte einen echten Glasfaseranschluss und damit einen echten und zukunftsfähigen Hochgeschwindigkeitsanschluss an das Internet. Was das für die Menschen und die Firmen in unserer ländlich geprägten Region bedeutet, lässt sich heute nur erahnen – in jedem Falle ist dieses Projekt eine große Chance zur Steigerung unserer Lebensqualität.

Dies zu ermöglichen liegt im Wesentllichen am milliardenschweren Bundesförderprogramm für die Breitbanderschließung und am Mut unseres Landkreises (Antragsteller und Auftraggeber). So hat sich der Landkreis – namentlich Herr Falk und Herr Müller – von Anfang an für die Verwendung  der zukunftsfähigen Glasfasertechnologie ausgesprochen. Die entsprechend durchgeführte, europaweite Ausschreibung konnte die Wemacom Breitband GmbH – eine 100%ige Tochter der WEMAG AG aus Schwerin – für sich entscheiden und bekam daher nun den Auftrag zur Realisierung dieses einmaligen Infrastrukturprojektes.

Nun stellen sich viele Bürger die Frage, warum sie bereits zum aktuellen Zeitpunkt einen Internetvertrag abschließen sollen – und warum dies nur mit der WEMAG möglich sei. Das entstehende Glasfasernetz wird zunächst von der Wemacom Breitband GmbH errichtet. Um über dieses Netz künftig Kunden mit Internet-, Telefon-oder TV-Diensten zu beliefern, müssen Lieferanten mit der Wemacom als Netzbetreiber entsprechende Nutzungsverträge schließen. Zum aktuellen Zeitpunkt hat dies jedoch nur die WEMAG getan, so dass diese aktuell als einziger Lieferant Kunden innerhalb des WEMACOM Netzes beliefern kann. Jedoch stünde es auch jedem anderen der bekannten Anbieter frei, Nutzungsverträge mit der WEMACOM zu schließen und Ihre Produkte über dieses Glasfasernetz anzubieten. Die Entscheidung hierzu liegt bei jedem Anbieter allein. Im Übrigen bleiben alle bisherigen Telekommunikationsanschlüsse (Festnetz, LTE, etc.) natürlich weiterhin für Sie verfügbar.  Dank des neuen Glasfasernetzes gibt es künftig dann nur eine weitere Möglichkeit zur Anbieterwahl, über welche durch Glasfasertechnologie – sehr  leistungsfäghige Produkte bezogen werden können.

Bleibt die Frage: Warum die Eile mit dem Vertragsabschluss und was hat es mit den unterschiedlichen Anschlusskosten auf sich? Zunächst muss berücksichtigt werden, dass das komplett neu entstehende Glasfasernetz nicht zu 100% aus Fördermitteln finanziert wird. Vielmehr hat der Errichter des Netzes und Betreiber hier einen recht hohen Kapitalaufwand, der sich durch die zu erwartenden Einnahmen allein wirtschaftlich nicht darstellen lässt. Zur Finanzierung des Projektes muss der Netzbetreiber also umfangreiche Investitionen vornehmen, von staatlicher Seite wird die sog. Deckungslücke über Fördermittel finanziert. Im Anschluss an die Errichtung ist es unerlässlich, dass dieses Netz mit höchstmöglicher Auslastung durch Endkunden genutzt wird, denn nur so lässt sich ein wirtschaftlicher Betrieb sicherstellen. Eine möglichst frühe Bestellung von Leistungen macht das Projekt planbar und zukunftssicher.

Das Projekt des Breitbandausbaus in unseren Gemeinden lässt sich in 3 bis 4 Phasen unterteilen. Zunächst erfolgt nun die Grobplanung und darauf die Feinplanung des Netzes, der Trassenverläufe und vorallem der Anschlusspunkte (Haushalte). Erst danach beginnt die eigentliche Bauphase. Nach Abschluss der Bauarbeiten schließt sich Betrieb des Netzes und damit die Verfügbarkeit für den Endkunden an. Es liegt auf der Hand, dass es mit sehr viel höheren Kosten verbunden ist, den Hausanschluss zu errichten, wenn sich der Hauseigentümer erst während der Bauphase oder gar erst dann entscheidet, wenn die Baufirmen längst abgerückt sind. Optimalerweise sollte daher bereits während der Feinplanung klar sein, wo und wieviele Hausanschlüsse errichtet werden müssen. Ein späteres Umplanen kostest Geld und Zeit – daher auch die steigenden Kostenpauschalen bei „Nachzüglern“. Also kann die Empfehlung nur lauten: Entscheiden Sie sich möglichst noch während der Planungsphase für einen solchen Anschluss! Der Zeitraum dieser Planungsphase ist für jedes Projektgebiet unterschiedlich. Das für Ihre Gemeinde relevante Enddatum der Planungsphase finden Sie auf den Internetseiten der WEMAG AG.

Angst vor doppelter Belastung – etwa durch Altverträge, die sich noch in der Mindestlaufzeit befinden – müssen Sie nicht haben. Ein heute abgeschlossener Vertrag mit der WEMAG AG beginnt erst zu laufen, wenn der Hausanschluss tatsächlich installiert und das Netz in Betrieb ist.  Sollten Sie zu diesem Zeitpunkt noch ein laufender Vertrag mit Ihrem aktuellen Anbieter bestehen, dann können Sie den Beginn des WEMAG-Vertrages um bis zu 12 Monate in die Zukunft schieben. Zudem werden Sie rechtzeitig informiert, wann etwa mit einer Fertigstellung des Netzes zu rechnen ist.

Oft wird die Frage gestellt, ob man einen solch‘ schnellen Anschluss oder gar überhaupt einen Internetanschluss benötigt. Diese Entscheidung obliegt natürlich Ihnen allein. Sie sollten jedoch zwei Aspekte in Ihre Überlegungen einbeziehen:

Die Geschwindigkeit, in der die Digitalisierung Einzug in unser berufliches und privates Leben hält, nimmt stetig zu. Ein Ende dieser Entwicklung ist überhaupt nicht absehbar, hier stehen wir erst am Anfang eines stetigen Entwicklungsprozesses. Sicher ist, dass eine Teilhabe an der digitalisierten Gesellschaft, am Berufsleben, an Bildung, am Gesundheitswesen oder an der Politik – quasi an allen Bereichen unseres Lebens ohne den Zugang zum Internet künftig nicht mehr möglich sein wird. So viel zur Frage, ob man einen Anschluss benötigt.
Zur Frage, ob ein bereits vorhandener Anschluss ausreichend ist:  Wie bereits erwähnt, stehen wir gerade erst am Anfang der Digitalisierungswelle und der Umfang sowie die Art und Weise mit der wir über das Internet Informationen austauschen (müssen), wird rasend schnell wachsen – mit einem schnell steigenden Bedarf an Bandbreite als Ergebnis.

Und auch denjenigen Hausbesitzern, die für sich sagen, dass sie diese Entwicklung nicht mehr miterleben werden, sei  ans Herz gelegt: Wollen Sie dem künftigen Käufer oder vielleicht dem späteren Erben Ihrer Immobilie tatsächlich mitteilen müssen, dass ausgerechnet in Ihrem Haus kein schneller Zugang zum Internet möglich ist? Steven Hufnagel

Pressemeldung WEMAG AG

Landkreis Ludwigslust-Parchim und WEMACOM unterzeichnen Vertrag zum Breitbandausbau

Vertragsunterzeichnung LUP und WEMACOM
© WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer
Unternehmen und Einwohner erhalten Chance auf eine Zukunftstechnologie

Schwerin/Parchim 06.11.2017. Die WEMACOM Breitband GmbH hat vom Landkreis Ludwigslust-Parchim den Zuschlag für den Breitbandausbau in drei Gebieten erhalten. So sollen verschiedene Gemeinden in der Region Zarrentin, Wittenburg und Stralendorf, in der Sternberger Seenlandschaft sowie im Raum Eldenburg, Lübz und Plau am See die Möglichkeit für einen Glasfaseranschluss erhalten. Am Montagabend unterzeichneten die Vertragspartner in Parchim den Zuwendungsvertrag. Der Landkreis Ludwigslust-Parchim ist einer der ersten Landkreise in Mecklenburg-Vorpommern, die nach dem bundesweiten Förderprogramm nun einen unterschriebenen Zuwendungsvertrag vorweisen können.

Die WEMACOM hatte ihr Angebot gemeinsam mit der WEMAG AG und anderen Projektpartnern eingereicht. „Jetzt kann mit der konkreten Planung und dem Vertrieb begonnen werden. Wir rechnen mit etwa 8.500 Anschlüssen und wollen dafür insgesamt rund 650 Kilometer Trasse bauen. Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2018 geplant“, sagte WEMACOM-Geschäftsführer Horst Richter. „Mit dem Zuschlag ist ein wichtiger Meilenstein für das gesamte Projektteam und die WEMAG Unternehmensgruppe erreicht. Das spricht für die gute Vorbereitung und ein überzeugendes Konzept“, ergänzte WEMAG-Vorstand Thomas Murche.

Breitbandförderung

Auschreibungen für Breitbandausbau veröffentlicht

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© Amt Hagenow-Land

Im Land Mecklenburg-Vorpommern stehen mehr als 1,3 Mrd. Euro für den gezielten Breitbandausbau zur Verfügung. Nun ist es auch für die Gemeinden unseres Amtes soweit: Über die kürzlich veröffentlichten Auschreibungen werden nun die Telekommunikationsunternehmen aufgefordert ein Angebot für den Bau und Betrieb eines flächendeckenden Hochgeschwindigkeitsnetzes abzugeben (ab 50 MBit/s).

Das Ausschreibungsverfahren wird als Verhandlungsverfahren mit vorherigem Teilnahmewettbewerb zweistufig durchgeführt. In der ersten Stufe haben die TK-Anbieter die Gelegenheit bis zum 30.10.17 einen Teilnahmeantrag zu stellen. Danach werden die so ermittelten Unternehmen in einer zweiten Stufe zur Abgabe eines konkreten Angebotes aufgefordert.

Bis auf Setzin und Toddin sind alle Gemeinden als Teil der Projektgebiete LUP 23_08 und 23_10 in das Vergabeverfahren einbezogen. Die Gemeinde Toddin wird durch die Telekom im Eigenausbau aufgerüstet. Bei der Gemeinde Setzin sind die OT Grünhof, Ruhetal sowie die Siedlung Clausenheim im Projektgebiet LUP 24_14 enthalten. Die OT Setzin und Schwaberow werden wie auch in Toddin durch die Telekom modernisiert.

 

Weitere Informationen zu den Auschreibungen finden Sie unter:

 

http://kreis-lup.de/leben-im-landkreis/regionalentwicklung/breitband/