Zu Gast in der

Partnergemeinde Domaniów vom 13.01.2017 – 15.01.2017

Eine Delegation der Gemeinde Pritzier und des Amtes Hagenow-Land starteten ihre Reise trotz Schneesturmes am 13.01.2017. Auf dem Programm standen ein Besuch in der Verwaltung, ein Treffen mit Akteuren der örtlichen Feuerwehr und die Teilnahme am 75. Jubiläum des Chores der Partnergemeinde.

Beim Treffen in der Gemeindeverwaltung galt es, die Termine für das Jahr 2017 abzustimmen. Viele Ideen wurden besprochen, neue entstanden noch in der Beratung. Seit vielen Jahren erfolgt ein reger Erfahrungsaustausch in vielen Bereichen, z.B. den Feuerwehren, Sportvereinen und der Jugendarbeit. So wird in diesem Jahr in der Gemeinde Pritzier das 70. Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr begangen, an dem der Bürgermeister und eine Delegation der Feuerwehr Domaniów teilnehmen wollen. Schon fast zur Tradition ist das deutsch-polnische Ferienlager für Jugendliche ab 10 Jahren geworden. Es wird in diesem Jahr in Pritzier stattfinden. Auch die Politik wird sich 2017 noch zu intensiven Gesprächen treffen. Geplant ist weiterhin ein Kennenlernen von Erzieherinnen der Kindertagesstätten im Amt Hagenow-Land.

Interessant für die Delegation aus dem Amt Hagenow-Land war eine Führung durch die Verwaltung. Hier konnte ein Einblick in die Arbeitsaufgaben der polnischen Gemeindeverwaltung gewonnen werden. Viele Aufgabenbereiche ähneln sich. Für die Entwicklung von Projekten soll es bezüglich möglicher Förderungen aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds noch weitere Erfahrungsaustausche geben.

Ein besonderes Ereignis an diesem Wochenende war das 75. Jubiläum des Chores „Jubilat“ der Gemeinde Domaniów. Ein Gottesdienst mit Chorgesängen verschiedener Gastchöre in der schönen Kirche in Domaniów leitete das festliche Geschehen ein. Besonders die Stimmen eines ukrainischen Chores faszinierten die Zuhörer. Es ist für uns bewundernswert, wie viele Mitglieder im Jubiläumschor musizieren. Hier konnten wir erkennen, wie sehr Musik die verschiedenen Nationen, die an diesem Fest teilnahmen, verzaubern konnte.

Breslau – was für eine schöne Stadt. Herr Hamann, Urgestein der deutsch-polnischen Beziehungen, zeigte der Delegation, trotz knapper Zeit, ein paar interessante Highlights. So begaben wir uns während des Stadtrundganges auf die Suche nach den „Breslauer Zwergen“. In den 1980er Jahren wurde mit verschiedenen Aktionen, z.B. Demonstrationen im Zwergenkostüm, Kritik am Regime geübt. In diesem Zusammenhang wurde der 1. gusseiserne „Breslauer Zwerg“ in der Altstadt aufgestellt. Weitere Zwerge tauchten 2001 als Projekt der Kunsthochschule auf. Seit 2004 fertigte der Künstler Tomasz Mocek weitere etwa 30 cm hohe Figuren an. Bis jetzt gibt es ca. 300 Stück verteilt in der Stadt. Sie klettern Laternenpfähle hoch, lümmeln auf Plätzen, sitzen auf Fensterbänken oder reiten durch die Stadt. Sogar die Partnerstadt Dresden weihte 2015 am Hietzigbrunnen ihren ersten Zwerg (Geschenk der Stadt Breslau) ein. 

Mit vielen neuen Eindrücken verabschiedeten sich die Mitglieder der Delegation von ihren Freunden. „Wir kommen gerne wieder“ hörte man von allen Mitreisenden. Diese deutsch-polnische Freundschaft, die über so viele Jahre besteht, ist für alle Seiten, ob Ehrenamtler, Verwaltung oder Bürger eine Bereicherung.

Bildimpressionen