Freiwillige Feuerwehr Toddin misst sich mit anderen Wehren des Amtes

Leistungsvergleich der Feuerwehren

Feuerwehr Toddin
Feuerwehr-Toddin © Amt Hagenow-Land

Auch in diesem Jahr ist die Freiwillige Feuerwehr Toddin wieder mit einer Staffel zum Ausscheid/ Leistungsvergleich angetreten, galt es doch, den technisch bedingten Leistungseinbruch von 2016 vergessen zu machen. So wurde im Vorfeld jeder Sonntag zum Trainieren genutzt. Und es hat sich gelohnt. In den Disziplinen Löschangriff nass, FwDV3 (Feuerwehr- Dienstvorschrift), Funk, Fragenkomplex, Stiche/ Bunde, Bockleiter und in der Spaßübungen konnten wir gute Ergebnisse erreichen, die uns im Leistungsvergleich den 4. Platz der 10 angetretenen Staffeln einbrachte. Wir können stolz auf unsere Leistung sein, gibt sie doch einen guten Einblick auf unsere Motivation, Kameradschaft, Einsatzbereitschaft und auf die gute Ausbildung für den Brandschutz der Gemeinde.

Nach dem Ausscheid mussten wir für unsere Feier wetterbedingt auf unser Gerätehaus ausweichen, und konnten dort trocken und gemütlich den Tag Revue passieren lassen und uns am guten Ergebnis erfreuen.

Natürlich hoffen wir, zum nächsten Ausscheid aus dem neuen Gerätehaus zu starten. 

Kathleen Hellfaier
Jugendfeuerwehrwartin

Zahlreiche Teilnahme von Jung und Alt

Osterfeuer der Gemeinde Toddin

Osterfeuer Toddin
Osterfeuer-Toddin © Amt Hagenow-Land

Nachdem zum Frauentag die Männer von der Kulturkommission ihre Frauen aus der Gemeinde mit einer gemütlichen Kaffeerunde und der Showeinlage durch den Einwohner Gerd Kleiber mit seinem Team verwöhnten, stand jetzt das traditionelle Osterfeuer als nächster Höhepunkt an.

Nachdem es am Ostersamstag den ganzen Vormittag bis in den frühen Nachmittag regnete, waren die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Toddin froh, dass sich das Wetter beruhigte. Somit konnte wie gewohnt das Osterfeuer stattfinden. Mit etwas Verspätung wurde das Feuer angezündet. Nun konnte sich gemütlich am Feuer unterhalten werden. Wehrführer Burckhard Maier und sein Stellvertreter Christian Sandt waren über die zahlreiche Teilnahme von Jung und Alt sehr erfreut.

Für das leibliche Wohl war gesorgt.

Die Kindergruppe der Freiwilligen Feuerwehr verkaufte heiße Waffel. Jugendfeuerwehrwartin Kathleen Hellfaier bedankte sich bei den Müttern der Kindergruppe für die zahlreiche Unterstützung, egal ob durch mitgebrachten Waffelteig, sonstigen Zutaten und durch Hilfe bei Verkauf. Der Erlös kommt der Kindergruppe zur Gute.

Über eines sind sich die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr jetzt schon sicher, der Tradition wird auch im nächsten Jahr treu geblieben.

Der nächste große Höhepunkt ist das Dorffest vom 01. bis 02. Juli, wozu alle Einwohner mit ihren Gästen rechtherzlich eingeladen sind.

G. Wenkstern

Kleine Dinge mit großer Wirkung

Sich für das Dorf zu engagieren ist eine Selbstverständlichkeit

Die lange Dorfstraße
Die lange Dorfstraße © Amt Hagenow-Land

Die „Dorfstraße“ in Toddin ist eine der längsten überhaupt, 112 Hausnummern zählt sie. Die dazugehörigen Grundstücke machen einen gepflegten Eindruck, das stimmt Bürgermeisterin Ute Möbius optimistisch. Frau Möbius ist sozusagen ein Urgestein im Ort, kennt jeden und ist zufrieden, dass das Miteinander ein Besonderes ist, das kommt ihr bei ihrer Tätigkeit natürlich sehr entgegen. „Vertrauen ist einfach eine wichtige Grundlage. Es spricht sich viel leichter über die kleinen und größeren Sorgen, die jeder mal hat, wenn man gut miteinander auskommt.“ Genauso bedeutend stuft die Bürgermeisterin die hier gelebte Nachbarschaftshilfe ein. Da müsse sie nichts organisieren. „Die Männer von nebenan greifen zum
Schneeschieber und räumen selbstverständlich den Gehweg ihrer Nachbarn mit, wenn diese aus Altersgründen oder wegen schlechter Gesundheit das nicht mehr schaffen.“

Die Gemeinde Toddin sei schon eine schöne Gemeinschaft, findet die Bürgermeisterin. Genau diese Gemeinschaft hat den rund 500 Einwohnern einiges zu bieten: Es gibt Arbeit im Ort, in kleinen Gewerbe- und Handwerksbetrieben, in der Landwirtschaft sowie in einem großen Industriebetrieb, dem Nutzfahrzeugbauer Schmitz Cargobull. „Dieses Unternehmen ist jetzt schon seit mehr als 20 Jahren in unserer Gemeinde ansässig“, freut sich Ute Möbius. Derzeit sind 140 Mitarbeiter bei Schmitz beschäftigt, nicht wenige von ihnen kommen aus der Gemeinde.

Gern kommen die Toddiner zusammen, um zu feiern. Dorf- und Sportfeste sowie Feiern im Advent, im Kindergarten und für die Senioren gehören dazu, ebenso wie das Feuer an Ostern und im Herbst. „Das Dorfleben ist unheimlich wichtig, es muss funktionieren, damit die Einwohner sich wohl fühlen und bleiben“, findet Gea van Burgsteden.

Die gebürtige Niederländerin bestimmte die Geschicke ihrer Gemeinde fünf Jahre lang als Gemeindevertreterin und stellvertretende Bürgermeisterin aktiv mit. Darüber hinaus waren sie und ihr Mann, die in Toddin bis vor kurzem einen Bauernhof betrieben haben, stets zur Stelle, wenn Hilfe gebraucht wurde. „Ach, das waren nur Kleinigkeiten“, sagt Gerrit-Jannes Brink bescheiden. „Es werden doch immer ein paar Leute gebraucht, die hier und da mit anpacken. Für uns ist das ganz selbstverständlich.“ Er räumte mit dem Radlader die Nebenstraßen, wenn Schnee gefallen war, sammelte Grünschnitt ein und fuhr mit der hofeigenen Technik vor, wenn nach dem Dorffest „klar Schiff“ gemacht werden musste oder Holz für die Traditionsfeuer gebraucht wurde. Der Vater von zwei Töchtern freut sich, dass auch andere mitziehen, allen voran die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr. „Die sind echt toll. Sie organisieren so viel und engagieren sich für die Kinder und Jugendlichen. So etwas kannten wir von Zuhause nicht“, sagt Gerrit-Jannes Brink anerkennend.

Die Dorfkneipe ist mit vielen Angeboten ein beliebter Treffpunkt. Wer mehr Bewegung bevorzugt, findet passende Aktivitäten in der Sportgruppe. „Überhaupt sei wieder mehr los in der Gemeinde“, stimmt Bürgermeisterin Ute Möbius zu. Die Toddiner hätten sich neu gefunden, bringen sich ein, so wie es die Zeit erlaubt und sind hier scheinbar gern zu Hause. Etliche neue Häuser wurden in den vergangenen Jahren
gebaut, immer mehr jüngere Leute lassen sich hier nieder.

Der Kindergarten mit saniertem Spielplatz ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Das Miteinander wächst weiter, auch wenn es um die Zukunft geht. Die Agrarvereinigung betreibt seit 2011 eine Biogasanlage. Jetzt werde überlegt, wie das Wärmekonzept für das Dorf genutzt werden kann, um als Gemeinschaft von den geschlossenen Kreisläufen zu profitieren, die in Toddin ihren Ursprung haben.