FSV Strohkirchen

„Junges Ehrenamt“ geht an Danny Flöter

Gruppenbild der Ausgezeichneten
Gruppenbild der Ausgezeichneten © FSV Strohkirchen

Der Landesfußballverband M.-V. würdigt besondere Leistungen für junge Ehrenamtliche unter 25 Jahren

Der Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. (LFV M.-V.) hat auf seinem Jahresempfang zahlreiche sportliche und vor allem ehrenamtliche Leistungen geehrt und gewürdigt. Mehr als 100 geladene Gäste, zu ihnen zählte mit Reinhard Grindel auch der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), fühlten sich auf der kurzweiligen Veranstaltung im Robinson-Clubs Flesensee in Göhren-Lebbin bestens unterhalten.

Besonders stolz ist hier der FSV Strohkirchen auf die Auszeichnung von Danny Flöter. Er wurde Sieger in der Kategorie „ Junges Ehrenamt“.

Seit Jahren ist er ehrenamtlich für den FSV Strohkirchen im Einsatz. Mit 7 Jahren begann er hier Fußball zu spielen. Als 15 jähriger übernahm er die Sportplatzpflege und wurde Jugendtrainer. Heute spielt er selbst in der Männermannschaft des FSV in der Landesklasse. Danny Flöter ist Jugendtrainer mit einer B-Lizenz und seit letztem Jahr für den FSV Strohkirchen als Schiedsrichter aktiv. Danny Flöter unterstützt die Vereinsarbeit in vielen Bereichen. Der FSV sagt auch Danke schön für die hervorragende Arbeit, die er im Verein leistet.

Seine Auszeichnung wurde übereicht durch den DFB Präsidenten Reinhard Grindel und Herrn Bastian Dankert vom Landesfußallverband Mecklenburg Vorpommern übergeben.

Der Vorstand des FSV Strohkirchen

Eine Rose für die Frauen auf dem Land

Eine Vielzahl von Aktivitäten macht Miteinander für alle möglich

Kindertagestätte Strohkirchen
Die neu erbaute Kita © Amt Hagenow-Land

Rund 500.000 Frauen sind deutschlandweit in 12.000 Ortsvereinen des deutschen Landfrauenverbandes organisiert. Einer davon ist in Strohkirchen zu Hause. „Seit fast zwei Jahrzehnten sind unsere 16 Landfrauen sehr aktiv. Sie kommen einmal im Monat im Dorfgemeinschaftshaus zusammen. Die Treffen sind sehr unterschiedlich: Wir feiern Rosenmontag, laden zu Buchlesungen mit regionalen Autoren ein, unternehmen Ausflüge in die Umgebung, besuchen das Theater, grillen im Frühjahr und im Herbst oder fahren zum Kegeln“, sagt Bürgermeisterin Bärbel Romanowski. Neben der gemeinsamen Weihnachtsfeier muss immer auch noch ein extra Klönabend im Terminkalender vermerkt werden, damit angesichts der vielen Veranstaltungen das Snacken nicht zu kurz kommt.

Das Zusammensein, der Austausch über den Alltag über große und kleine Freuden – das ist den Landfrauen wichtig. Sie sorgen immer wieder für Begegnungen unter ihresgleichen, aber auch für alle anderen Interessierten unter den 330 Einwohnern. Ihr Engagement ist aufgeblüht, seit dem Frühjahr dieses Jahres sogar augenscheinlich, denn Anfang Mai pflanzten die Strohkirchener Landfrauen bei einem Frühschoppen eine Rose am Dorfgemeinschaftshaus: die Landfrauenrose, eine spezielle rosa-blühende Züchtung zu Ehren der engagierten Frauen auf demLand. Mehr als 100 Gäste ließen es sich nicht nehmen, zu diesem Anlass zu kommen und mit den Landfrauen bei schönem Wetter zu feiern.

Dass die Landfrauen mittlerweile in die Jahre gekommen sind – die jüngste ist schon über 50, die älteste hält mit über acht Lebensjahrzehnten der Ortsgruppe die Treue – sei bedauerlich, aber nicht dramatisch. „Die Intention, welche die Landfrauen seit vielen Jahren im Blick haben, wird durch andere Mitbewohner auf eigene Weise verfolgt“, weiß Bärbel Romanowski. „Die Jüngeren haben sich im Kulturverein zusammengetan. Dieser zählt 36 Mitglieder, die Theater spielen und Sketche aufführen, die kleine Bibliothek im Dorfgemeinschaftshaus unterhalten, sich um die Chronik kümmern und allerlei Angebote wie Radtouren, Kanu-Fahrten, Fasching oder Tanztee für die Älteren organisieren.“ Natürlich war der Kulturverein auch beim Pflanzen der Landfrauenrose zugegen, ebenso wie die Aktiven des FSV, des Sportvereins, in dem vor allem kleine, große und ganz große Fußballer ihre Freizeit gestalten. Mit Erfolg, denn als Kreisliga-Meister gelang dem Erwachsenenteam sogar der Aufstieg.

Auf Erfolgskurs sind auch die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr. „Sie unterstützen uns überall und leisten hervorragende Nachwuchsarbeit. Wir haben eine Zwergengruppe ins Leben rufen können. Unsere Jugendfeuerwehr hat beim Landesausscheid einen zweiten Platz belegt und sich somit für den Bundeswettbewerb 2013 qualifiziert. Das ist doch was!“ sagt die Bürgermeisterin stolz. „Bei uns kommen eben alle zusammen und jeder zum Zuge.“

Das ist wiederum ganz im Sinne der Landfrauen, deren Bewegung vor mehr als 100 Jahren ins Leben gerufen wurde, um das Leben auf dem Land insbesondere für Frauen besser zu gestalten. Teilhabe auch an sozialen und gemeinschaftlichen Belangen war ein zentraler Aspekt ihrer Arbeit. In Strohkirchen blüht die Gemeinschaft auf – so wie die Landfrauenrose am Dorfgemeinschaftshaus.