Landfrauen Picher

Fahrradtour 2017

Picher Landfrauen Fahrradtour 2017 (1)
© Hannelore Seemann
Picher Landfrauen Fahrradtour 2017 (2)
© Hannelore Seemann
Picher Landfrauen Fahrradtour 2017 (4)
© Hannelore Seemann

Traditionell gehört in den jährlichen Arbeitsplan unserer Landfrauengruppe eine Fahrradtour im Sommer. Nachmittags am 2. Samstag im Juli trafen sich die Picheraner Landfrauen vor dem Gemeindehaus, um gegen 15 Uhr zu starten. Unsere beiden Landfrauen Christina und Beate hatten sich viel Mühe gegeben und eine schöne Strecke aus gesucht, die im Schloßgarten Ludwigslust endete. Denn im Restaurant „Alte Wache“ am Schloß haben die beiden Frauen für ein äußerst schmackhaftes Abendessen reserviert.

Nach der ersten Etappe, gab es auf dem Rastplatz an der Straße zwischen B5 und Hornkaten Kaffee und etwas Gebäck. Schließlich wollten wir uns den Appetit für ein schönes Abendessen aufheben.

Da an der frischen Luft vieles mehr Spaß macht, haben wir dann dort unsere Stimmbänder aktiviert und ein paar Lieder zum Besten gegeben. Wir wollten einfach ein paar neue und auch alte Texte ausprobieren. Wir haben unseren Spaß dabei gehabt.

Dann ging es auf die zweite Etappe, die dann am Schloß in Ludwigslust endete. Auf dem letzten Kilometer musste der Himmel doch noch seine Schleusen öffnen, und einige von uns wurden ordentlich nass.

Das Abendessen nach Karte, hat Alle für die Anstrengungen entschädigt. Und es war zum Abschluß ein sehr gemütliches Beisammensein bei wunderbarem Essen.

An unsere beiden Landfrauen Christina und Beate ein herzliches Dankeschön für ihre gute Vorbereitung und wir denken auch im nächsten Jahr gehen die Landfrauen wieder auf Fahrradtour.

Feuerwehr Picher

Jahreshauptversammlung mit großer Auszeichnung

Jahreshauptversammlung FFw Picher
Jahreshauptversammlung FFw Picher © Amt Hagenow-Land

Wieder ein Jahr vorbei und die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Picher fand statt. Wehrführer Holger Hille, verlas den Jahresbericht über die stattgefundenen Einsätze und bestätigte, dass diese immer noch mit voller Besatzung abgesichert waren. Außerdem berichtete er über die Aktivitäten des vergangenen Jahres 2016. Danach präsentierte die Jugendwartin Sarah Kunrede einen ausführlichen Bericht der Jugendfeuerwehr in Wort und Bild. Ebenso berichtete Robert Schäfer über die Arbeit der neugegründeten Floriangruppe. Grußworte des Amtes Hagenow-Land, des Bürgermeistes, der Landfrauen und der Partnerfeuerwehr Schenefeld schlossen sich an. Eine Überraschung hatte der Kamerad Horst Senkel parat. Er übergab eine Flasche GOLDBRAND an den Wehrführer Michael Schulz aus Schenefeld. GOLDBRAND war der erste Schnaps den die Schenefelder Kameraden bei ersten Treffen in Picher getrunken haben und davon wird heute immer noch viel erzählt.

Ein besonderer Höhepunkt an diesem Abend waren die Ehrungen. Amtsvorsteher Dieter Quast, übergab die Ehrennadel des Amtes Hagenow-Land für lange Jahre Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr und für viele Verdienste in der Gemeinde Picher an Herrn Otto Schuldt. Der Bürgermeister Detlef Christ erhielt eine Ehrenurkunde und wurde als Ehrenmitglied in der Feuerwehr aufgenommen. Auch die Jugendfeuerwehr kam an diesem Abend nicht zu kurz, alle bekamen ein Badehandtuch und eine Mütze mit Logo und eigenem Namen. Für das anschließende Abendessen sorgte die Bäckerei Armster, die auch gleichzeitig eine Spende übergab. Allen schmeckte es lecker, dafür ein Herzliches Dankeschön! Danach wurde in gemütlicher Runde noch lange erzählt und alte Begebenheiten kamen wieder zur Sprache. Es war eine gelungene Jahreshauptversammlung.

Verantwortung wird von vielen übernommen

Unternehmen, Vereine und Kirche gestalten attraktives Leben im Dorf mit

Kirche im Winter
© Amt Hagenow-Land

Die Säulen der gemeindlichen Entwicklung – in Picher tragen sie Namen: Landwirtschaft, Handwerk und Forstwirtschaft finden sich symbolisch sogar im Wappen wieder. Eine dicke Chronik gibt Zeugnis, dass fleißige Menschen über Jahrhunderte hier ihren Beitrag leisteten, damit das Dorf wächst und gedeiht. „Ja“, sagt Bürgermeister Detlef Christ, „hier lässt es sich angenehm leben. Wir haben einfach alles im Ort. Man braucht nicht mal ein Auto, um die Dinge des Alltags zu erledigen.“ Davon profitieren nicht nur die Einwohner der Gemeinde. Die moderne Schule gibt 200 Kindern aus der ganzen Umgebung Gelegenheit, bis zur Mittleren Reife wohnortnah zu lernen.

Den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr kommt als Stützpunktwehr besondere Verantwortung zu. „Es ist sehr schön, dass bei dieser Arbeit an den Nachwuchs gedacht wird. Wir haben eine aktive Jugendfeuerwehr und eine Florian-Guppe, in der auch Kinder aus Bresegard mitwirken“, freut sich der Bürgermeister. Gerade Angebote für Kinder und Jugendliche wünscht er sich noch breiter aufgestellt. „Wir verfügen über gute Voraussetzungen für Fußball, Volleyball, Beachvolleyball und jene Jugendlichen, die gern Sport treiben würden. Leider gelang es bisher nicht, jemanden für das Ehrenamt zu gewinnen, um entsprechende Trainingsgruppen anzuleiten. Diese Tatsache ist einer der wenigen Wehrmutstropfen in Picher, alles andere gehe Hand in Hand“, schätzt Detlef Christ ein.

Allen voran sind es die Unternehmen, die sich stark in das dörfliche Leben einbringen. Allein 31 Handwerker gibt es; mehrere Landwirtschaftsbetriebe und das Forstamt sind ansässig. Die Arbeit vor Ort reiche aber leider nicht für alle, die Gemeinde schätzt das große Engagement und einige Einnahmen, die als Gewerbesteuer in die Kassen von Picher fließen. „Dieses Geld“, so Detlef Christ, „werde mit Bedacht verwaltet und gut angelegt“. Das sei umso wichtiger, da die Finanzen – wie andernorts auch – keine großen Sprünge mehr zulassen.

„Uns hält es aber nicht davon ab, die Gemeinschaft zu pflegen und eine große Zahl an Aktivitäten zu organisieren. Ein Höhepunkt ist beispielsweise das jährliche Erntefest Anfang September, bei dem die Betriebe sowie die Vereine der Schützen und Reitsportler, die Landfrauen und die Volkssolidarität sowie die Feuerwehr mit bunt geschmückten Wagen unter großer Beteiligung der Einwohnerinnen und Einwohner durch das Dorf fahren. Ich freue mich sehr, dass es auch enge Beziehungen zu unserer Kirchgemeinde gibt, sie ist stets eingebunden und bringt sich sehenswert ein.“

Diese Vielfalt sei ein wichtiger Beitrag für das angenehme Leben im Ort. Ohne das ausgeprägte Verantwortungsgefühl, das viele mit Herzblut leben, könnten auch Bürgermeister und Gemeindevertreter nur wenig ausrichten. Zusammen gelingt es. Davon zeugen auch viele erfolgreiche Beteiligungen am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden“. Seit 1994 ist Picher dabei. Im Jahr 2010 wurde die Gemeinde Landessieger in Mecklenburg-Vorpommern und verfehlte im Bundeswettbewerb die Goldmedaille nur ganz knapp. Der Jubel war trotzdem
riesig. „Für uns war es ein großartiges Erlebnis im Berliner Schloss Bellevue die Ehrung entgegen zu nehmen“, blickt Detlef Christ gern zurück.