Ehrenamtlich engagierte Chorfrauen

20 Jahre Gemeindehaus
Auftritt des Chores zum 20jährigen Bestehen des Gemeindehauses in Bandenitz/Radelübbe © Amt Hagenow-Land

Schon seit der Gründung des Frauenchores in Bandenitz 1997 sind die sangesbegeisterten Fauen ehrenamtlich engagiert. Sie treten in Altenheimen auf und erfreuen die Bewohner und Mitarbeiter mit ihrem Gesang, ob mit Volksliedern, Schunkelliedern, Liedern zu den Jahreszeiten oder auch zu Jubiläen.

Am 25.März gab es gleich 2 Auftritte, in Alt-Krenzlin und Schwerin. Auch wenn es für einige Chormitglieder lange Fahrzeiten bedeutet, sind sich immer alle einig, ja das machen wir. wir werden auch mal alt und möchten dann erfreut werden. Das Personal der Heime war stets dankbar, dass wir Abwechslung in den Alltag der Bewohner brachten. Und die diese dankten mit kräftigem Applaus. Für uns bedeutet jedes Lächeln in ihren Gesichtern ein Dankeschön und bringt neue Motivation mit unseren Programmen aufzutreten.

An dieser Stelle möchten wir uns bei unserer Chorleiterin, Frau Liefert, ganz herzlich für ihre geduldige Arbeit mit uns bedanken.

Im Namen aller  Mitglieder des Fauenchores Bandenitz

Gisela Fründt

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Investition in die Zukunft: Kinderbetreuung und Gemeindeleben unter einem Dach

Emely und Leonie treten kräftig in die Pedalen ihrer Dreiräder. Ihr Rundkurs streift die Sandkiste, in der Tim und William sich als Baumeister versuchen. Die beiden Jungen bekommen anerkennende Blicke von Maria und Finja, die den kleinen Leon im Buggy spazieren fahren. Isabella und Sophie haben indes ihren Rundgang durch den Garten beendet. Zwei Eimer – voll mit Blättern und Blüten – werden neben dem Spielplatz geleert. „Für einen leckeren Salat“, sagen die Mädchen, „und alle kriegen was ab!“

Alle, das sind 22 Kinder im Alter von ein bis maximal sieben Jahren, die in der Kindertagesstätte „Zwergenland“ in Radelübbe betreut werden. Und das sind natürlich drei erfahrene Erzieherinnen sowie eine „Küchenfee“, die sich um die Ganztagsverpflegung der Jüngsten kümmert. „Unsere Entscheidung für den Bau eines Gemeindehauses mit Kindergarten war goldrichtig“, sagt Dr. Jürgen Sänger, ehemaliger Bürgermeister von Bandenitz und damit von rund 500 Einwohnern.

Im Jahr 1996 hatte die Gemeinde mit 1,2 Millionen D-Mark eine Menge Geld in die Hand genommen, um einen Ort der Begegnung, ein Heim für die Feuerwehr und eben auch ein neues Domizil für die kleinsten Einwohner im Ortsteil Radelübbe zu schaffen. Zwölf Kinder, so Dr. Sänger, waren damals zu betreuen. Eine Prognose, wie viele es in einigen Jahren sein würden, mochte niemand wagen. „Heute reicht die Kapazität gar nicht mehr aus, es gibt viel mehr Nachfragen als Plätze“, freut sich der ehemalige Bürgermeister. Auch aus benachbarten Orten bringen Eltern ihre Kinder gern dahin, wo inmitten eines kleinen Paradieses fröhliches Lachen aus dem „Zwergenland“ schallt.

„Ein tolles Außengelände mit großer Terrasse, der Sportplatz gleich nebenan, eine Feuerstelle, ein großer Bewegungsraum, falls es mal regnet – für unsere Kinder eröffnen sich in diesem Haus großartige Gegebenheiten, entsprechend ihrer individuellen Fähigkeiten gefördert zu werden“, sagt Rotraut Weber. Die ehemalige Kindergartenleiterin ist begeistert, dass sich für sie und ihr Team alle nur denkbaren Möglichkeiten bieten, nach dem lebensbezogenen Ansatz die Mädchen und Jungen auf ihrem Weg in das Schulalter zu begleiten. Dazu gehören Sport und Spiel an frischer Luft, Thementage und Feste sowie Entdeckungstouren in der Gemeinde.

„Ich habe immer den Eindruck, dass die Einwohner glücklich sind, wenn sie uns mit den Kindern sehen“, beschreibt Rotraut Weber das Miteinander in der Gemeinde. Ganz selbstverständlich sind für sie und die „Zwerge“ Begegnungen mit den Senioren der Gemeinde, die sich monatlich im Gemeindehaus treffen, denen zum Geburtstag ein musikalisches Ständchen überbracht wird und die den Saal füllen, wenn zum Oma-Opa-Tag geladen wird. Dazu zählt das Staunen über die Arbeit der Feuerwehrkameraden, die Projekte gestalten und an heißen Sommertagen schon mal die Wasserspritze für eine kühle Erfrischung klarmachen.

„In unserem Gemeindehaus treffen eben alle zusammen, es ist ein wichtiger Ort der Kommunikation“, weiß der ehemalige Bürgermeister Sänger.

Dazu trägt auch der Chor bei, der hier regelmäßig probt. „Als wir unser Gemeindezentrum einweihen wollten, dachte ich, dass es schön wäre,
wenn dann auch gesungen wird. Das war die Geburtsstunde des Chores, der nun schon seit 16 Jahren das Gemeindeleben bereichert.“